Überspringen zu Hauptinhalt

Die Stars, die nie geworben haben – die BaFin und der Anlagebetrug mit Promi-Gesichtern

Gefälschte Werbung mit bekannten Gesichtern, überzogene Renditeversprechen, eine schick gemachte Trading-Plattform – und am Ende ist das Geld weg. Die Finanzaufsicht warnt vor einer Betrugsmasche, die immer professioneller wird (BaFin-Verbrauchermitteilung vom 29. April 2025).

Betrüger schalten Anzeigen und versenden E-Mails mit Fotos – zunehmend auch täuschend echten Videos, sogenannten Deepfakes (per künstlicher Intelligenz gefälschte Bild- und Tonaufnahmen) – von Prominenten. Dazu erfundene Zitate wie: „Mit diesem Vermögens-Schlupfloch verdienen Sie Millionen.“ Ein Klick führt auf eine gefälschte Handelsplattform. Nach der Registrierung meldet sich ein angeblicher „Berater“, der das Opfer Schritt für Schritt zu immer höheren Einzahlungen drängt.

Der psychologische Trick

Zunächst wirkt alles seriös. Teils werden anfangs sogar vertrauenswürdige Konten genannt, und die Plattform zeigt schöne – frei erfundene – Gewinne an. Erst später fließt das Geld auf die Konten der Kriminellen. Wer sich seine „Gewinne“ auszahlen lassen will, wird mit immer neuen Forderungen (angebliche Steuern, Gebühren, Nachschüsse) hingehalten. Am Ende ist alles verloren. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) räumt selbst ein: „Häufig ist es nicht leicht zu erkennen, dass es sich um betrügerische Angebote handelt.“

Woran Sie den Betrug erkennen

Ein paar Warnzeichen kehren fast immer wieder: garantierte oder unrealistisch hohe Renditen; Druck, schnell und immer mehr zu investieren; Erstkontakt über eine Social-Media-Anzeige oder einen unaufgeforderten Anruf; Zahlungen auf wechselnde oder ausländische Konten; und ein Anbieter, dessen Sitz und Erlaubnis sich nicht nachprüfen lassen. Prominenten-„Empfehlungen“ sind kein Gütesiegel – meist wissen die Betroffenen nichts von ihrer angeblichen Werbung.

Was schützt

Prüfen Sie vor jeder Anlage, ob der Anbieter eine Erlaubnis der BaFin hat, und werfen Sie einen Blick in die Warnungen der BaFin. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, Geld „nachzuschießen“. Und misstrauen Sie allen zu schönen Versprechen: Kein seriöser Anbieter garantiert hohe Gewinne. Im Zweifel gilt: gar nicht erst klicken. Bei Fragen rund um Kapitalanlagen und Bankgeschäfte, wenden Sie sich an einen Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht – ich berate Sie gerne!

An den Anfang scrollen